Einleitungssatz der Inhaltsangabe: Übungen mit Lösungen
Klasse 7 bis 9Stand: 7. Oktober 2026
Der Einleitungssatz nennt in einem einzigen Satz Textsorte, Titel, Autor, Erscheinungsjahr und Thema. Er ist sachlich und steht im Präsens. Hier setzt du ihn aus Bausteinen zusammen und findest typische Fehler.
Erklärung
Wozu der Einleitungssatz da ist
Jede Inhaltsangabe beginnt mit einem Einleitungssatz. Er sagt in einem Satz, um welchen Text es geht und worum es darin im Kern geht. Wer nur diesen Satz liest, weiß schon, ob ihn der Text interessiert. Deshalb packst du alle wichtigen Angaben hinein und lässt alles Überflüssige weg.
Die fünf Bausteine
Ein vollständiger Einleitungssatz enthält diese Bausteine:
- Textsorte: Kurzgeschichte, Erzählung, Fabel, Novelle oder Roman
- Titel: in Anführungszeichen und genau so geschrieben wie im Original
- Autorin oder Autor: mit Vor- und Nachnamen
- Erscheinungsjahr: wann der Text veröffentlicht wurde
- Thema: worum es im Kern geht, als kurzer Satzteil
Als Merkhilfe dient das Wort TATTE: Titel, Autor, Textsorte, Thema, Erscheinungsjahr. Die Reihenfolge im Satz ist nicht fest, solange er flüssig klingt. In den Übungen hier nutzt du das sichere Muster aus dem nächsten Abschnitt.
Ein sicheres Satzmuster
Am einfachsten baust du den Satz nach diesem Muster: In der [Textsorte] „[Titel]“ von [Name] aus dem Jahr [Jahr] geht es um [Thema].
Beispiel: In der Kurzgeschichte „Vier Seiten Bruchrechnung“ von Selin Kalkrieder aus dem Jahr 2018 geht es um eine Schülerin, die vor einer Prüfung ihre Angst überwindet.
Die Angaben „von [Name]“ und „aus dem Jahr [Jahr]“ darfst du auch tauschen. Bei einem Roman oder Jugendbuch schreibst du „Im Roman“ oder „Im Jugendbuch“, weil diese Wörter männlich oder sächlich sind.
Das Thema auf den Punkt bringen
Der schwierigste Baustein ist das Thema. Es erzählt nicht die ganze Handlung nach, sondern nennt den Kern. Frag dich: Was erlebt die Hauptfigur, und was ändert sich für sie? Bei anspruchsvolleren Texten nennst du zuerst ein allgemeines Thema und dann die Figur als Beispiel.
Beispiel: In der Kurzgeschichte „Niemand stand auf“ von Sven Nesselmoser aus dem Jahr 2012 geht es um Zivilcourage am Beispiel von Fahrgästen, die bei einem Streit in der U-Bahn wegsehen.
Was nicht hineingehört
- Wertungen wie „spannend“, „langweilig“ oder „toll“. Die Inhaltsangabe bleibt sachlich.
- Wörtliche Rede. Zitate aus dem Text haben hier nichts zu suchen.
- Das Präteritum. Die Inhaltsangabe steht im Präsens, also „geht es um“ und nicht „ging es um“. Das gilt auch für das Verb im Thema.
- Kleine Einzelheiten aus der Handlung wie Uhrzeiten oder Nebenfiguren.
So übst du hier
Auf Stufe 1 setzt du den Satz aus Kacheln zusammen, findest einen fehlenden Baustein und wählst die richtige Zeitform. Auf Stufe 2 werden die Themen länger, und du wählst aus mehreren Sätzen den richtigen aus. Auf Stufe 3 liegt eine falsche Kachel zwischen den richtigen, und in einem Satz verstecken sich gleich mehrere Fehler. Alle Texte, Titel und Namen in den Aufgaben sind frei erfunden.
Typische Fehler
- Im Präteritum schreiben: „ging es um“ statt „geht es um“. Die Inhaltsangabe steht immer im Präsens, auch im Nebensatz des Themas.
- Eine Wertung einbauen, etwa „In der spannenden Kurzgeschichte“. Deine Meinung gehört höchstens in einen Schlussteil, nie in den Einleitungssatz.
- Ein Zitat oder wörtliche Rede anhängen. Der Einleitungssatz fasst zusammen und zitiert nicht.
- Einen Baustein vergessen, meist das Erscheinungsjahr oder den Namen. Hake die fünf Bausteine nach TATTE ab.
- Statt des Themas die ganze Handlung erzählen. Das Thema ist ein kurzer Satzteil, der den Kern trifft.